Aktuelles

[17.11.2017]

Die Kirche Albrechtshain

Die Albrechtshainer Kirche ist eine sympathische Dorfkirche mit bemerkenswerten Details im Inneren. Über die Ursprünge der Kirche ist wenig bekannt. Die Grundmauern stammen aus dem ausgehenden Mittelalter. Ein herausragendes Zeugnis dieser Zeit ist der Schnitzaltar, der jetzt an der Seite im Altarraum angebracht ist. Er entstand um das Jahr 1510 und soll aus der nahe gelegenen Kirche des Klosters Eicha stammen. Dieses Kloster wurde schon bald nach der Reformation aufgelöst. Der Altar wurde in den vergangenen zwei Jahren umfangreich restauriert. Im Zentrum ist Maria auf der Mondsichel mit dem Kind auf dem Arm zu sehen. Ihr zur Seite stehen der Hl. Martin und der Hl. Wolfgang. 14 Heilige schmücken den Altar, darunter Katharina, Barbara, Nicolaus und Georg.

1846 wurde die Kirche erneuert. Sie bekam einen Dachreiter als Turm. Dieser musste allerdings bald darauf wegen Baufälligkeit wieder abgetragen werden. Beim nächsten großen Umbau 1896 schuf der Architekt Theodor Quentin aus Pirna die Gestaltung, die wir heute kennen. Er ist auch für die intensive Farbigkeit im Altarraum verantwortlich, die nach der Renovierung in diesem Jahr wieder schön zu erleben ist: Der blaue Himmel und der rote Sockel. Die farbigen Fenster wurden damals gestiftet und zeigen den auferstandenen Christus sowie Petrus und Paulus. Quentin entwarf auch den hohen, schlanken Turm, der aus Beuchaer Granit erbaut wurde.

In den zurückliegenden Jahren konnte das Äußere der Kirche saniert werden. Auch neue Bronzeglocken wurden feierlich in den Turm gehoben und ersetzen die verschlissenen Stahlglocken. In diesem Jahr war nun die Innenrenovierung möglich.

Frisch und farbig empfängt die Kirche am 1. Advent ihre Besucher. Dann wird sie 10.00 Uhr mit einem Festgottesdienst wieder eingeweiht.

Herzliche Einladung dazu!

Pfr. Christoph Steinert


[17.11.2017]

Aktuelles aus dem Kirchenvorstand Brandis-Polenz

Baubeginn Gemeindehaus
Nachdem im Sommer endlich die Projektförderzusage durch Leader eingetroffen und auch die Baugenehmigung erteilt worden ist, konnten die Ausschreibungen an die Firmen gegeben werden. Im Ergebnis wurden für 4 Gewerke die Beauftragungen beschlossen. Zeitnah soll nun der Baubeginn sein. Zuerst werden u. a. das Treppenhaus aufgestockt, der Zugang zur oberen Etage hergestellt und Dacharbeiten durchgeführt.

Strukturreform der Landeskirche Sachsen
Die Kirchenvorstände von Brandis-Polenz und Beucha-Albrechtshain haben in einer gemeinsamen Sitzung Fragen zur Strukturreform besprochen: „Ein gemeinsames Kirchspiel in der Region Machern-Borsdorf-Brandis mit 7 Gemeinden kann man sich gegenwärtig nicht vorstellen. Der Erhalt der Kirchgemeinden ist uns sehr wichtig, damit die Gemeindeglieder die eigene Gemeinde weiterhin als Identifikations- und Beteiligungsraum erfahren können und die Mitarbeit gefördert wird. Wir bekennen uns zur Zusammenarbeit in der Region. Im Ergebnis wurde ein Schreiben an die Landessynode verfasst, in dem der Wunsch nach rechtlicher Selbstständigkeit der Gemeinden bekräftigt wird, solange der Wille dazu besteht und die personellen und finanziellen Voraussetzungen gegeben sind. Die Landessynode entscheidet demnächst über die künftigen Gemeindestrukturen in Sachsen.

Anschaffung einer neuen Bühne
Als Ersatz für die alten Holzpodeste wurden neue Bühnenteile mit Treppe und Bühnengeländer angeschafft, welche flexibel kombiniert und auch als Chortreppe gestellt werden können. Schon in nächster Zeit wird die Bühne vielfach im Einsatz sein: Krippenspiele am Heiligen Abend, Martinsfest, Adventskonzert des Chores und andere Konzerte (z.B. Weihnachtskonzert Gymnasium, Konzert Gospelchor).

Klaus Schulze