Aktuelles
[15.07.2010]
Verabschiedung
Liebe Schwestern und Brüder!
Vielleicht erstaunt es Sie, dass ich Sie in so einer alten Form anspreche. Das liegt nicht nur daran, dass ich Traditionelles liebe. Vielmehr habe ich mich in Ihren Gemeinden wie in einer Familie aufgenommen gefühlt, eben wie unter Schwestern und Brüdern.
Das zeigt sich für mich daran, wie schnell die 18 Monate meines Gemeindevikariats vergangen sind. Ich hätte gern mehr Zeit in Ihren Gemeinden und mit Ihnen verbracht. Wenn ich zurück blicke, sind mir vor allem drei Dinge im Gedächtnis hängen geblieben. Zum Ersten der "open air" Gottesdienst im letzten Jahr anlässlich der 888-Jahrfeier der Stadt Brandis, als wir in der "Kathedrale der Schöpfung Gottes", wie Pfarrer Seidel es ausgedrückt hat, einen Gottesdienst feiern durften.
Ich erinnere mich auch gern an die Rüstzeit in Höfgen im Februar dieses Jahres, als wir gemeinsam mit der Jungen Gemeinde und unseren Konfirmanden über das Gleichnis Jesu von den Arbeitern im Weinberg (Mt. 20) nachgedacht haben.
Außerdem werde ich das wunderschöne Flair der Bergkirche Beucha mit ihrer Umgebung nie vergessen. Besonders in den Sommermonaten, wenn ich zu den 8:30 Uhr Gottesdiensten dorthin kam, konnte ich immer nur über dieses wunderbare Stück Erde staunen, das Gott uns da geschenkt hat.
Die Zukunft meiner Familie und von mir liegt in der Lausitz, vielleicht sogar in der östlichsten Pfarrstelle in Sachsen. Ich werde meine erste Pfarrstelle in Ostritz antreten, was direkt an der polnischen Grenze und auf halbem Weg zwischen Görlitz und Zittau liegt.
Bevor ich mich aber ganz aus Brandis zurück ziehe, möchte ich gern noch einmal mit Ihnen gemeinsam am 15.08.2010 um 10 Uhr in Brandis Gottesdienst feiern. Im Anschluss an den Gottesdienst soll es noch ein wenig Kaffee und Kuchen geben. Dabei können wir uns gern über mein Vikariat in Ihren Gemeinden austauschen. Vielleicht gibt es ja Dinge, die Sie mir schon immer einmal sagen wollten.
Ich wünsche Ihnen und Ihren Gemeinden Gottes reichen Segen für die kommende Zeit. Nochmals herzlichen Dank für die 18 Monate meines Lebens, die ich mit Ihnen verbringen durfte.
Ihr Vikar Thomas Schädlich
[15.07.2010]
Der Preis der schwarzen Schleife
von Harald Rohr - Brot für die Welt
Eine schwarze Schleife soll ich an meiner Kleidung, meiner Auto-Antenne, an meinem Rucksack oder sonst wo befestigen. Sie soll dort bleiben, solange im Golf von Mexiko weiter das Öl aus dem offenen Bohrloch strömt und der Meeres-Tierwelt den Tod bringt.
Es sind Schülerinnen und Schüler einer Jugend-Tierschutz-Gruppe, die diese Idee im Juni 2010 elektronisch verbreiten. Ich kenne niemanden aus der Gruppe, weiß nicht einmal, wo sie in Deutschland zu Hause ist. Aber ich werde ihrem Wunsch entsprechen. Denn dies Desaster sucht wirklich seinesgleichen unter den von Menschen gemachten Katastrophen. Doch für mich noch wichtiger: wir Alten haben die Pflicht, der jungen Generation den Rücken zu stärken, wenn sie aktiv wird, um der gepeinigten Schöpfung zu Hilfe zu eilen.
Wohin mit meiner Schleife? Ich überlege noch. Der Grundton meiner Kleidung ist schwarz. Da fehlt der Kontrast. Auto? Das läge wahrlich nahe. Aber ich habe keins. Schon seit vielen Jahren nicht mehr, trotz Reiseberuf. Mein Rucksack ist schwarz wie die Nacht. Schwarze Schleife am Handgelenk? Ich weiß nicht! Also ist wohl mein Fahrrad dran. Das kommt reichlich unter die Leute. Und vielleicht fragt ja mal jemand, was das soll.
Mir bleiben bedrückende Fragen. Sie wenden sich weniger an die jungen Leute, sondern an uns alle, die globale Gesellschaft der Erdöl-Junkies. "..solange das Öl fließt" soll ich die Schleife tragen? Wenn es nun in den Wochen und Monaten des Sommers und Herbstes 2010 irgendwann gelingen sollte, das nachströmende Öl zu stoppen, ist dann Entwarnung? Das Leiden und Sterben der Lebensgemeinschaft von Golf und Küsten wird über Jahre, wenn nicht Jahrzehnte andauern. Das wissen wir doch.
Vor allem: für Erwachsene gibt es die schwarze Protest-Schleife nicht zum Nulltarif. Junge Leute haben das Recht, zunächst einmal gegen den erkannten Frevel nur zu protestieren. Aber wer Ursachen und Wirkungen im Leben, in diesem Fall im Wirtschafts- und Verbraucherleben ausreichend kennen gelernt hat, wird sich nicht mit der ökologischen Trauerschleife begnügen dürfen.
Schließlich akzeptieren Konzerne und Regierungen die Horror-Risiken der Offshore-Ölförderung, weil sie Lebensstil und Ansprüche des zahlungskräftigen Teils der Menschheit kennen. Wir gehören dazu, selbst unsere Armen. Von unserer Luxus-Mobilität bis zur banalen Wegwerf-Verpackung zehntausender Produkte: das meiste Wichtige, Nützliche, Bequeme, Überflüssige, Ungerechte, Schädliche hat mit Öl zu tun.
Wenn ich mir die schwarze Schleife ans Fahrrad binde, muss ich notgedrungen meinen eigenen Öl-Alltag abermals überprüfen.
[14.07.2010]
Erntedankfest
Annahme der Erntegaben:
Kirche Brandis 24.09.2010 von 17.00 - 18.00 Uhr (vorwiegend haltbare Lebensmittel)
Kirche Albrechtshain 25.09.2010 von 14.00 - 15.00 Uhr
Kirche Beucha 02.10.2010 von 14.00 - 15.00 Uhr
Kirche Polenz 02.10.2010 von 17.00 - 18.00 Uhr
[14.07.2010]
Lebensrezept
Nimm ein Krüglein vom klaren Quellwasser Gesundheit.
Fülle hinein fünf Eßlöffel vom rosaroten Pulver der Liebe, zwei Lot veilchenfarbiger Güte und zehn Gran vom goldenen glänzenden Salz Redlichkeit.
Das mische gut durcheinander und schütte es in den zuverlässigen Topf Zufriedenheit.
Laß es sich mäßig erwärmen auf dem wohltätigen Feuer froher Arbeit, und ganz zuletzt tue hinein ein paar Messerspitzen von den köstlichen Kristallen, die man nennet Ehrfurcht vor dem Unbekannten, Freude an der Natur, Liebe zum Schönen.
Hat sich's klar abgestellt und gießt du es um in das bunte Fläschchen, das die Aufschrift trägt: Humor und Fröhlichkeit, so wird's ein Trank, der läßt dich in Ehren und Freuden zu hohen Jahren kommen. Bruno H. Bürgel
[01.06.2010]
Operation Gemeindehaus läuft
Am 26. April startete nach einem Genehmigungsmarathon und langwierigen Vorbereitungen die erste Firma mit ihren Arbeiten. Bis jetzt haben Freiwillige in überschaubarer Zahl kräftig gewirkt und besonders Abbruch- und Schachtarbeiten in Angriff genommen. Der Fußboden des ganzen Hauses musste um ca. 20 cm abgesenkt werden. Das war besonders im Gemeindesaal mit einem fast wie Beton verdichteten Kiesgrund eine mühevolle, doch lohnende Aufgabe, weil damit doch einige finanzielle Mittel eingespart werden konnten. Allen, die in den bisher 10 Arbeitseinsätzen mitgewirkt haben, sei herzlich gedankt, denn das war eine staubige und schweißtreibende Arbeit.
Apropos finanzielle Mittel! Da musste der Kirchenvorstand einige schlechte Nachrichten verdauen. Nach Auswertung der Voruntersuchungen und Angebote musste allerdings der Kostenrahmen erhöht werden. So führten insbesondere der sehr schlechte Zustand der Balkendecke und nicht geplante Vermessungskosten zu einer erheblichen Kostensteigerung. Da wir nicht an der Qualität sparen wollten, ergibt sich jetzt noch ein Fehlbetrag von ca. 20.000 €, welchen wir über Spenden decken müssen. Nach Beratung mit dem Architektenbüro A. Grün wurden alle Bauleistungen noch einmal einer Durchsicht unterzogen und es wurde noch einmal geprüft, welche Baumaßnahmen unabdingbar sind und was sich noch auf einen späteren Zeitpunkt verschieben lässt. Jetzt soll nach einem straffen Zeitplan bis in den Herbst die untere Etage des Gemeindehauses umgebaut und saniert werden. Wir möchten daher unsere Gemeinde und alle, denen das Gemeindhaus am Herzen liegt, bitten, noch einmal die Geldbörse zu durchforsten, ob sich nicht noch Unterstützungsmöglichkeiten finden…
Bisher sind schon 16.300 € gesammelt worden, neues Ziel sind 36.000 €. Dank der schon oft gezeigten Spendenbereitschaft hoffen wir, dass die vorhandene Lücke geschlossen werden kann.
Die Arbeiten sind in vollem Gange.
Die Baufirma Reiche aus Altenhain löst derzeit die komplizierteste Aufgabe, indem sie mit einer Stahlbetonkonstruktion die Decke abstützt und anschließend die Zwischenwände heraus brechen wird, damit der Saal in seiner ganzen Größe entstehen kann.
Zuerst wird die Statik des Gebäudes durch zusätzliche Fundamente und Betonträger für den Umbau ertüchtigt. Teilweise ist schon die neue Raumaufteilung im Erdgeschoß sichtbar.
Der Realisierung des Ausbaus der unteren Etage sehen wir voller Optimismus entgegen und die Arbeiten befinden sich voll im Terminplan.
Klaus Schulze
Kirchenvorstand Brandis-Polenz
[06.04.2010]
Offene Bergkirche Beucha
Die Bergkirche Beucha ist für Besucher geöffnet ab
Ostersonntag, den 04.04.2010
bis Reformationstag, den 31.10.2010,
sonntags 14.00 - 17.00 Uhr.
[22.01.2010]
"Lasst die Glocken hell erklingen"
Die Albrechtshainer Kirche wurde im Laufe der letzten Jahre äußerlich vollständig instand gesetzt. Nun hat der Kirchenvorstand die Sanierung der Glockenanlage eingeleitet. Die Nutzungsdauer der 3 Stahlglocken ist erreicht und sie sollen durch Bronzeglocken ersetzt werden.
Ebenso muss ein neuer Glockenstuhl aus Eichenholz gebaut werden. Die Baumaßnahme hat einen Umfang von ca. 65.000,00 €. Die Landeskirche wird unser Vorhaben unterstützen, doch den größten Teil der Bausumme muss die Gemeinde selbst aufbringen.
Für dieses ehrgeizige Projekt sind wir auf Spenden angewiesen und hoffen, dass die Glockenanlage nicht nur dem Kirchenvorstand, sondern auch vielen Albrechtshainern und Beuchaern am Herzen liegt, damit die Glocken bald wieder zum Gottesdienst und Gebet rufen können.
Die neuen Glocken sollen ein Gewicht von 408 kg, 275 kg, 173 kg haben und werden etwa 8.000 €, 5.700 € und 4.000 € in der Herstellung kosten. Es besteht die Möglichkeit, dass bei Spenden ab 1.000 € der Name des Spenders auf den Glocken verewigt werden kann.